Wer hält stärkere Lasten - Tesafilm oder Klettverschluß?

Kleben ist eines der wichtigsten Fügetechniken. Ein typisches Beispiel aus dem Alltag ist der Tesafilm. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, welche Klebekraft ein handelsüblicher Tesafilm aufweist.

Diese kann nach DIN EN 1939 mit einem 180°-Schälversuch bestimmt werden, bei dem ein Klebestreifen mit einer konstanter Geschwindigkeit (300 mm min-1) von einer speziell präparierten Stahlplatte abgezogen wird. Reproduzierbare Ergebnisse erhält man nur bei Konditionierung der Proben, spezieller Reinigung der Platte und definiertem Aufbringen des Streifens. Als Klebekraft wird die über eine längere Schälstrecke (hier 100 mm) gemittelte Schälkraft angegeben.

Während der Tesafilm eine konstante Schälkraft über der Schälstrecke aufweist, schwankt diese beim Klettverschluß stark. Je 6 Messungen ergeben folgende Klebekräfte:

Tesafilm: 6,0 ± 0,4 N
Klettverschluß: 4,0 ± 0,4 N

Der Tesafilm weist zwar eine grössere Klebekraft auf, bei dem Klettverschluss werden aber mehr als doppelt so hohe Kräfte erreicht (bis zu 13 N). Die Klebekraft des Tesafilms mit nimmt mit zunehmender Temperatur bzw. Anzahl an Klebevorgängen ab (siehe Bilder). Die "Klebekraft" des Klettverschlusses ist dagegen konstant.

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