Umweltsimulation und Elektronik

Umweltsimulation elektrischer und elektronischer Bauteile

Die Normen DIN EN 60068 ff. & LV124 legen allgemeine Anforderungen, Prüfbedingungen und Prüfungen für elektrische und elektronische Komponenten und Baugruppen in Kraftfahrzeugen fest. GWP unterstützt Sie bei der Durchführung verschiedener Tests aus diesem Normenspektrum. Viele OEM-Hersteller haben aus den allgemeinen Normen herstellerspezifische Prüfvorschriften entwickelt. Beispiele dafür sind:

  • VW 80000: 2017-10
  • Daimler/ Mercedes LV 124-2 & MBN 10306: 2020-06
  • Scania TB1900: 2013-10
  • BMW GS95024-3-1: 2019-08

Unter Anderem unterstützt GWP Sie gerne bei folgenden akkreditierten Prüfungen:

M-01 Freier Fall

Diese Prüfung simuliert den freien Fall einer Komponente auf den Boden, wie er während der gesamten Prozesskette bis zum bestimmungsgemäßen Verbau der Komponente auftreten kann. Sie dient der Absicherung, dass eine bei einem Freifall sichtbar unbeschädigte und deshalb im Fahrzeug verbaute Komponente keine verdeckten Schäden oder Vorschädigungen aufweist, z.B. interne Bauelementablösungen oder Risse. Die Komponente wird dabei aus 1 m Höhe auf einen Betonfußboden fallen gelassen.

M-02 Steinschlagprüfung

Diese Prüfung simuliert die mechanische Beanspruchung der Komponente durch Splittbewurf. Sie dient der Absicherung der Beständigkeit der Komponente gegenüber Fehlerbildern wie z.B. Deformation und Risse. Die Prüfung wird in Anlehnung an DIN EN ISO 20567-1: 2017-07 Verfahren B durchgeführt. GWP verwendet dafür ein Erichsen Multigrit 508 VDA Gerät. Vorrichtungen zur Befestigung Ihrer Prüflinge fertigt die GWP Werkstatt.

K-01 Hochtemperaturlagerung / Tieftemperaturlagerung

Diese Prüfung simuliert die thermische Beanspruchung der Komponente bei Lagerung und Transport. Sie dient dem Nachweis der Beständigkeit gegenüber Lagerung bei hohen (Tmax) oder tiefen Temperaturen (Tmin) wie z.B. beim Transport der Komponente (Flugzeug oder Schiffscontainer). Wird die Prüfung am Anfang einer Prüfsequenz durchgeführt, dient sie auch der Angleichung aller Komponenten auf gleiche Ausgangsbedingungen. Die Prüfung wird in Klimakammern und Temperaturschränken der GWP durchgeführt.

K-02 Stufentemperaturtest

Diese Prüfung simuliert den Betrieb der Komponente bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen. Sie dient der Absicherung der Komponente gegenüber Fehlfunktionen, die innerhalb eines kleinen Intervalls des Umgebungstemperaturbereiches auftreten können, sowie das Aufstartverhalten der Baugruppen über den vollständigen Umgebungstemperaturbereich.

K-03 Tieftemperaturbetrieb

Diese Prüfung simuliert die Beanspruchung der Bauteile bei tiefen Temperaturen. Sie dient der Absicherung der Funktion der Komponente nach langer Parkzeit bzw. Fahrzeit bei extrem niedrigen Temperaturen. Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 60068-2-1: 2008-01 Verfahren Ab.

K-04 Nachlackiertemperatur

Diese Prüfung simuliert die Beanspruchung der Komponente beim Nachlackieren. Sie dient der Absicherung der Komponente hinsichtlich thermisch bedingter Fehlerbilder, wie beispielsweise Rissbildung in Löt-, Klebe-, Bond- und Schweißverbindungen und an Dichtungen und Gehäusen.

K-05 Temperaturschock (Komponente)

Diese Prüfung simuliert die thermische Beanspruchung der Komponente durch schockartigen Temperaturwechsel während des Fahrzeugbetriebs. Sie dient der Absicherung der Komponente hinsichtlich thermisch bedingter Fehlerbilder, z.B. Rissbildung in Löt-, Klebe-, Bond- und Schweißverbindungen und an Dichtungen und Gehäusen. Die Prüfung wird nach der DIN EN 60068-2-14: 2010-04 Prüfung Na durchgeführt.

K-06 Salzsprühnebelprüfung mit Betrieb, Außenraum

Diese Prüfung simuliert die Beanspruchung der Komponente in salzhaltiger Atmosphäre und salzhaltigem Wasser, wie sie in bestimmten Regionen der Erde und bei winterlichen Straßenverhältnissen auftreten können. Sie dient der Absicherung der Baugruppe gegenüber Fehlfunktionen unter Salzbelastung z.B. durch Kurzschlüsse und Leckströme aufgrund Eindringens von Salz in die Komponente. Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 60068-2-11: 2000-02.

K-08 Feuchte Wärme, zyklisch

Diese Prüfung simuliert die thermische Beanspruchung der Baugruppe durch zyklischen Temperaturwechsel bei hoher Luftfeuchte während des Fahrzeugbetriebs. Sie dient der Absicherung der Beständigkeit der Komponente gegen feuchte Wärme. Die Prüfung wird nach DIN EN 60068-2-30: 2006-06 durchgeführt.

K-07 Salzsprühnebelprüfung mit Betrieb, Innenraum

Diese Prüfung simuliert die Beanspruchung der Komponente in salzhaltiger Atmosphäre wie sie in bestimmten Regionen der Erde auftreten kann. Sie dient der Absicherung der Komponente gegenüber Fehlfunktionen unter Salzbelastung, wie beispielsweise Kurzschlüsse und Leckströme aufgrund Eindringens von Salz in die Komponenten. Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 60068-2-11: 2000-02.

K-09 Feuchte Wärme, zyklisch (mit Frost)

Diese Prüfung simuliert die thermische Beanspruchung (einschließlich Befrostung) der Komponente durch zyklischen Temperaturwechsel bei hoher Luftfeuchte während des Fahrzeugbetriebs. Sie dient der Absicherung der Beständigkeit der Baugruppen gegen feuchte Wärme. Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 60068-2-38: 2010-06.

K-14 a Feuchte Wärme konstant – Schärfegrad 1

Diese Prüfung simuliert die Belastung der Komponente durch feuchte Wärme. Sie dient der Absicherung der Beständigkeit der Baugruppe hinsichtlich durch feuchte Wärme verursachter Fehlerbilder wie beispielsweise Korrosion, Migration/ Dendritenwachstum, Aufquellen und Degradation von Kunststoffen, Dichtungen und Vergussmassen. Die Prüfung erfolgt gemäß DIN EN 60068-2-78: 2014-02 mit Prüfschärfegrad 1.

K-14 b Feuchte Wärme konstant – Schärfegrad 2

Diese Prüfung simuliert gerafft die Belastung der Komponente durch feuchte Wärme während der Fahrzeuglebensdauer. Sie dient der Absicherung der Qualität und Zuverlässigkeit der Baugruppe hinsichtlich durch feuchte Wärme verursachter Fehlerbilder wie beispielsweise Korrosion, Migration/ Dendritenwachstum, Aufquellen und Degradation von Kunststoffen, Dichtungen und Vergussmassen. Die Prüfung erfolgt gemäß DIN EN 60068-2-78: 2014-02 mit Prüfschärfegrad 2. Die Versuchsdauer richtet sich nach dem Lawson-Modell zur Abschätzung der Lebensdauer der Baugruppe.

K-15 b Klimaprüfung für Komponenten mit wasserdichten Gehäusen

Diese Prüfung simuliert gerafft die Belastung der Komponente durch feuchte Wärme unter Berücksichtigung der Schutzwirkung von wasserdichten Gehäusen während der Fahrzeuglebensdauer. Sie dient der Absicherung der Qualität und Zuverlässigkeit der Komponente hinsichtlich durch feuchte Wärme verursachter Fehlerbilder, wie beispielsweise Korrosion, Migration/ Dendritenwachstum, Aufquellen und Degradation von Kunststoffen, Dicht- und Vergussmassen. Die Prüfung erfolgt als Kombinationstest mit Prüfblöcken nach DIN EN 60068-2-78: 2014-02 und DIN EN 60068-2-38: 2010-06.

K-16 Temperaturschock (ohne Gehäuse)

Diese Prüfung simuliert keine reale Beanspruchung. Sie dient vielmehr dem Auffinden von Schwachstellen im Bereich der mechanischen Verbindungen auf Baugruppen wie beispielsweise Lötstellen oder Steckverbindungen. Die Prüfung ist ausschließlich mit der Baugruppe der Komponente ohne Gehäuse und mechanische Teile durchzuführen. Notwendige Halterungen sind so auszuführen, dass keine zusätzlichen mechanischen Spannungen auf die Baugruppe wirken. Die Prüfung erfolgt gemäß DIN EN 60068-2-14: 2010-04.

C-01 Chemische Prüfungen

Diese Prüfung simuliert die Beanspruchung der Komponente mit verschiedenen Chemikalien. Sie dient der Absicherung der Komponente gegenüber chemischen Veränderungen am Gehäuse und Beeinträchtigung der Funktion durch chemische Reaktionen. Die Medienbeständigkeitsprüfung erfolgt nach ISO 16750-5: 2010-04.

P-01 Parametertest (Funktionstest)

Diese Funktionsprüfung evaluiert bestimmte Schlüsselparameter bei einer angegebenen Temperatur jeweils bei den Spannungen UB min , UB und UB max. Die aktive Prüfdauer wird hierbei so kurz als möglich zu halten, um die Komponententemperaturnicht unnötig zu erhöhen.Dabei werden dieGrundfunktionalitäten der Komponenten gemessen.

P-02 Parametertest (klein)

Diese Funktionsprüfung evaluiert Schlüsselparameter und das funktionale Verhalten der Komponenten bei Raumtemperatur und Betriebsspannung. Zudem werden die Bauteile im Rahmen einer Sichtprüfung nach DIN EN 13018: 2016-06 auf äußere Beschädigungen & Veränderungen, wie beispielsweise Risse, Auf- / Abplatzungen, Verfärbungen, Verformungen, untersucht ohne die Bauteile zu öffnen. Weiterhin wird eine Schüttelprüfung durchgeführt um lose Teile im Inneren der Komponente zu identifizieren. Änderungen der Werte der Schlüsselparameter, des funktionalen Verhaltens oder der Fehlerspeichereinträge sowie Auffälligkeiten in der Sichtprüfung werden im Vergleich zum Neuzustand bewertet.

P-03 Parametertest (groß)

Die Funktionsprüfung evaluiert Schlüsselparameter und das funktionale Verhalten der Komponenten bei maximaler, minimaler und Raumtemperatur jeweils bei minimaler, maximaler und Betriebsspannung. Zusätzlich wird bei Raumtemperatur eine Dichtheitsprüfung durchgeführt. Zudem werden die Bauteile im Rahmen einer Sichtprüfung nach DIN EN 13018: 2016-06 auf äußere Beschädigungen & Veränderungen, wie beispielsweise Risse, Auf- / Abplatzungen, Verfärbungen, Verformungen, untersucht ohne die Bauteile zu öffnen. Weiterhin wird eine Schüttelprüfung durchgeführt um lose Teile im Inneren der Komponente zu identifizieren. Änderungen der Werte der Schlüsselparameter, des funktionalen Verhaltens oder der Fehlerspeichereinträge sowie Auffälligkeiten in der Sichtprüfung werden im Vergleich zum Neuzustand bewertet.

Qualität sichern | Entwicklung begleiten | Schäden analysieren | Wissen weitergeben

GWP Gesellschaft für Werkstoffprüfung mbH
Georg-Wimmer-Ring 25
D-85604 Zorneding/München

Tel. +49 8106 994110
Fax +49 8106 994111
www.gwp.eu

Handelsregister München
HRB 53245
USt.-IdNr. 131 179 893

Geschäftsführer
Dr. Julius Nickl