Asbest und KM-Fasern

Trotz Verbots des Einsatzes von Asbest im Jahre 1993 aufgrund seiner krebserregenden Eigenschaften ist er auch heute noch in vielen langlebigen Baustoffen wie z.B. Dachziegeln und Bodenbelägen enthalten. Als Asbest werden silikatische Minerale bezeichnet, welche als Fasern mit Durchmessern von bis zu 2 µm in der Natur vorkommen. Im Gegensatz dazu stehen die künstlich erzeugten Mineralfasern aus Glas, Stein, Schlacke oder Keramik (KMF), welche auch heute noch verwendet werden. Asbest war aufgrund der guten Eigenschaften (chemische Beständigkeit, Hitze-/ Brandunempfindlichkeit sowie leichte Verarbeitung) in der Vergangenheit häufig im Einsatz. Da lungengängige Fasern schwere gesundheitliche Probleme auslösen können, ist es heute häufig notwendig Produkte auf Asbest und KMF hin zu untersuchen. Mittels REM-EDX lassen sich Asbestfasern anhand ihrer Morphologie sowie Elementzusammensetzung erkennen, identifizieren und spezifizieren (gemäß VDI-Norm 349). Auch der Kanzerogenitätsidex (KI) der künstliche Mineralfasern kann so bestimmt werden. Die analysierten Elemente sowie der Faserdurchmesser geben Rückschlüsse auf die Biolöslichkeit gemäß TRGS 905. Normen: VDI 349, TRGS 905

Chrysothilasbest
Chrysothilasbest
KMF
KMF