Physikalische Analysen von Kunststoffen

Zur genauen Charakterisierung von Kunststoffen existieren unzählige verschiedene physikalische Kenngrößen. Manche Eigenschaften sind eher für den Hersteller von Kunststoffbauteilen interessant, mache eher für den Anwender dieser Bauteile, die meisten sind allerdings für beide Zielgruppen von großer Bedeutung. Bei der GWP sind wir in der Lage die meisten physikalischen Kenngrößen mithilfe modernster Methoden bestimmen.

Normen: DIN EN ISO 11357-2, DIN EN ISO 11357-3, DIN EN ISO 11357-4, DIN EN ISO 11357-5, DIN EN ISO 11358, DIN EN ISO 6427, DIN EN ISO 1628, DIN EN ISO 307, DIN ISO 8296, DIN 53364, DIN EN ISO 1183-1, DIN EN ISO 1183-3, DIN EN ISO 845, DIN EN ISO 15512:2017-03, DIN EN ISO 62, DIN EN ISO 75, DIN EN ISO 306, DIN EN ISO 1133, ASTM D 1238

Thermische Analysen

An fertigen Bauteilen können die Kristallinität, der Aushärtegrad und die Restreaktivität mithilfe der dynamischen Differenzkalorimetrie (DSC) bestimmt werden. Der Füllstoffgehalt ist mittels Thermogravimetrie (TGA) messbar. Für die Bestimmung der Dichte stehen ein Gaspyknometer, ein Feststoffpyknometer und die klassische Auftriebsmethode zur Verfügung.

Kunststofflabor DSC Analyse
Kunststofflabor DSC Analyse
Kunststofflabor TGA Analyse
Kunststofflabor TGA Analyse

Schichtanalysen an Kunststoffen

Bei Bauteilen mit Schichtsystemen oder Composites mit unterschiedlich gerichteten Lagen kann der Schichtaufbau charakterisiert werden. Die unterschiedlichen Schichtdicken können in einem akkreditierten Verfahren lichtmikroskopisch oder elektronenmikroskopisch oder im Fall von anorganischen Beschichtungen mittels Glimmentladungsspektroskopie (GDOES) gemessen werden. Die chemische Zusammensetzung (Link) der einzelnen Schichten kann in diesem Zuge selbstverständlich mit analysiert werden.

Bestimmung der Fließeigenschaften

Zu den thermischen Eigenschaften von Kunststoffen zählen der Schmelzpunkt, der Glasübergangspunkt und die spezifische Wärmekapazität, die mittels DSC-Messungen erfasst werden können. Der Erweichungspunkt kann zusätzlich mit dem VICAT-Prüfgerät bestimmt werden. An der Kunststoffschmelze kann wiederum mithilfe diverser rheologischer Methoden der Schmelzflussindex, die dynamische und kinematische Viskosität, sowie die Viskositätszahl ermittelt werden.

Testtinten
Testtinten
Wasseraufnahme
Wasseraufnahme

Untersuchung von Feuchtigkeitseinflüssen

Wichtige anwendungsbezogene Kenngrößen sind unter anderem das Wasseraufnahmevermögen, die Restfeuchte und die Oberflächenspannung bzw. Benetzbarkeit. Die Ursachen für Restfeuchte in Kunststoffbauteilen liegen in der Regel im Produktionsprozess, einer unsachgemäßen Lagerung oder Einflüssen im Feld. Die Benetzbarkeit der Bauteiloberfläche ist hauptsächlich für die Klebtechnik von großem Interesse. Sie ist ein Indikator für Bauteilverunreinigungen und kann mithilfe von Testtinten oder Kontaktwinkelmessungen bestimmt werden.

Genauere Beschreibungen der genannten Methoden können Sie unter folgendem Link finden: