Schälversuch

Schälversuche dienen zur Bestimmung des Schälwiderstandes von Klebungen. Bei dem Rollenschälversuch nach DIN EN 1464 werden zum Beispiel zwei zu fügende Prüfkörper miteinander verklebt, wobei ein Fügepartner flexibel sein muss. Dieser wird über eine Umlenkrolle in einem definierten Winkel mittels einer Zugprüfmaschine abgezogen. Die Kraft, die für dieses Abziehen notwendig ist ergibt in Zusammenhang mit der Probenbreite den Schälwiderstand. Eine weitere Möglichkeit, die bei der GWP durchgeführt wird ist der Winkelschälversuch nach DIN EN 28510. Bei diesem werden zwei Proben, die jeweils einen rechten Winkel aufweisen, miteinander verklebt und an den freien Enden auseinander gezogen.

Mit beiden Methoden erhält man ein Bruchbild, mit dem man die Versagensart der Klebung (Kohäsionsbruch, Adhäsionsbruch,…) nach DIN EN ISO 10365 bestimmen kann.

Normen: DIN EN 1464, ISO 4578, DIN EN ISO 10365, ASTM D3167, DIN EN 28510, ISO 11339, ASTM D1876

Rollenschälversuch
Rollenschälversuch
Winkelschälversuch
Winkelschälversuch